Am Mittwochmorgen fuhr ich früh von Burgos los, um die ca. 120 Kilometer lange Strecke nach Logroño in Angriff zu nehmen. Glücklicherweise hatte ich grösstenteils leichten bis mittleren Rückenwind. Aktuell scheint in Spanien der “Poniente” vorzuherrschen, also der Wind, welcher von Westen nach Osten bläst. Zum Glück kann man heutzutage mit dem Internet fast alles nachschauen: So habe ich, bevor ich von Marokko nach Spanien ging, nachgeschaut, welche Windrichtung im März in Spanien dominant ist. Die statistischen Daten zu dominanten Windrichtungen kann man mittels dieser Webseite für jede Region weltweit nachschauen. So kann man seine Fahrradrouten entsprechend dem Wind planen und allenfalls den Zug für eine Teilstrecke nehmen, um danach vom Rückenwind zu profitieren. Radfahren ist in dieser Hinsicht etwas vergleichbar mit Segeln, denn der Wind ist einer der wichtigsten Parameter für die Routenplanung.

Die Route war sehr schön und hügelig, wenn auch landschaftlich nicht immer besonders abwechslungsreich. Wie bereits in einem früheren Blog-Post angetönt, stört mich das meistens nicht. Ich konnte dafür die Zeit auf dem Fahrrad sinnvoll nutzen und mir aufmerksam ein Hörbuch anhören. Ich las, oder besser gesagt hörte, das Buch “Atomic Habits” von James Clear. Das Hauptthema des Buches ist es, gute Angewohnheiten aufzubauen und jeden Tag 1% besser zu werden. Das Hörbuch kann ich sehr empfehlen, auch da es vom Author selber vorgelesen wird.

Nach ca. 121 Kilometern und etwas über 1000 Höhenmetern Steigung kam ich in Logroño an, einer kleinen Stadt mit einem schönen und lebendigen Stadtzentrum, wo ich den Abend bei leckeren Tapas verbrachte (Tintenfisch, gefüllte Champignons, Chorizo sowie Artischocken – eine lokale Spezialität) und schon bald müde ins Bett fiel.