Am Dienstagmorgen schaute ich mir als Erstes das Guggenheim-Museum von Frank Gehry in Bilbao an. Das Gebäude ist wirklich sehr beeindruckend und die Kunst auch, sofern man denn ein Freund moderner Kunst ist (was ich von mir nicht wirklich sagen kann).
Die eindrückliche Eingangshalle im Guggenheim-MuseumSogar der Lift scheint irgendwie «nicht normal»Ein weitläufiger Raum beherbergt riesige, begehbare Skulpturen aus verrosteten Metallplatten Die Leute waren alle sehr fasziniert von den Skulpturen……mich stimmen diese etwas nachdenklich.Ist das alles, was wir heute noch an «Kunst» produzieren können?Manchmal frage ich mich da, wo ist die Nottüre……und wie viel Luft noch nach oben?Faszinierend sind die Kunstwerke durchausZurück in der EingangshalleNächster Teil des Rundgangs: der Spiegelraum der berühmten japanischen Künstlerin Yayoi Kusama Sogar das WC im Guggenheim Museum ist «flashy»!Immer wieder ergeben sich interessante Perspektiven……wie etwa hier aus dem zweiten Stock.Als Letztes besichtige ich den dritten Stock……welcher vorwiegend farbenfrohe, grosse Kunstwerke beherbergt.Die Tulpen von Jeff Koons gefallen mirDie Blumenstiele sehen aus wie StrohhalmeEtwas vom Wenigen der modernen Kunst, das mir gefällt (nicht nur weil ich mich selber darin gespiegelt sehe)Letzter Blick in den Innenhof des Guggenheim MuseumsDieses Kunstwerk heisst «Tall Tree & The Eye» und ist von Anish KapoorGuggenheim Museum mit dem höchsten Gebäude von Bilbao, dem Iberdrola Tower (165 Meter) im HintergrundDie riesige Spinnen-Skulptur ist ebenfalls ein Wahrzeichen des Guggenheim-Museums……und ein beliebter Selfie-Ort
Nach dem Museum hatte ich noch etwas Zeit, um durch die farbenfrohe Altstadt Bilbaos zu schlendern, welche mir ebenfalls sehr gut gefiel.
Kunstwerke entlang dem Fluss NerviónDie farbenfrohe Altstadt von Bilbao
Zum Mittagessen gönnte ich mir auf eine persönliche Empfehlung hin ein “Chuletón”, ein riesiges T-Bone-Steak, welches offenbar die Spezialität von Bilbao sei. Ich fand glücklicherweise ein sehr schönes Restaurant, die Casa Rufo, ein Traditionsrestaurant, welches bereits seit über 100 Jahren von derselben Familie geführt wird, und bestellte mir ein Chuletón, welches dermassen gigantisch war, dass ich noch einige Tage später den Eindruck hatte, davon gesättigt zu sein. Das kleinste Steak, das sie hatten, wog 950 Gramm… Zum Glück ersetzte ich die Kartoffelbegleitung durch Salat und nahm keine Vorspeise!
Bei diesem Chuletón ist die Endung «-ón» (Augmentativ für «chuleta», Rippenstück) angebracht. Da würde ich auch «gluschtig» hinüberschauen!
Sehr gut gesättigt ging ich auf den Zug und spazierte nach einer angenehmen Fahrt in das Stadtzentrum von Burgos zurück, wo ich mich bereits auf die Weiterfahrt per Fahrrad freute.