Am Samstag spürte ich noch etwas die lange Strecke vom Vortag in den Beinen, freute mich jedoch bereits enorm auf die Fortsetzung! Bevor ich jedoch weiterfuhr, wollte ich mir noch Segovia anschauen, immerhin ist die Stadt als UNESCO-Weltkulturerbe eingetragen und bietet noch weitaus mehr als den römischen Aquädukt.
Als Erstes besuchte ich – meiner Gewohnheit entsprechend – mit dem ersten Zeitfenster die Burg von Segovia, welche unter anderem für ihre eindrückliche Mudéjar-Architektur bekannt ist. Mudéjar ist eine Stilrichtung, welche mich besonders fasziniert, da sie aus dem Zusammenleben und der Vermischung unterschiedlicher Stilrichtungen von Juden, Muslimen und Christen in Spanien entstanden ist. Diesmal war ich zum ersten Mal auf meiner Spanien-Reise tatsächlich die erste Person im Gebäude und hatte all die eindrücklichen Säle für mich!














Nach dem Schloss schaute ich mir die Kathedrale in Segovia an, die letzte im Gotik-Stil erbaute Kathedrale in Spanien, welche mit ihrer überwältigenden Grösse sowie den filigranen Gotik-Elementen enorm sehenswert ist.




Da die Leute in Spanien tendenziell spät aufstehen und die Check-Out-Zeit häufig erst um 12 Uhr ist, konnte ich, wie schon einige Male davor, meine Dinge praktisch im Hotel lassen und nach den Besichtigungen pünktlich zurückkommen, um all meine Sachen zu packen und weiterzufahren. Da ich nach dem Check-Out noch einige Dinge in Segovia organisieren wollte (u.a. neue Sonnenbrille kaufen), wurde es ca. 13 Uhr, bis ich losfahren konnte. Trotzdem entschloss ich mich, die ca. 100 Kilometer lange Route noch am selben Tag zu fahren, auch da Rückenwind angesagt war.


Die Fahrt verlief zuerst durch landwirtschaftlich geprägte Gebiete, welche wohl von vielen Menschen (insbesondere Autofahrern) als landschaftlich uninteressant bezeichnet werden würden, für mich waren sie jedoch trotzdem sehr schön und dank Rückenwind auch sehr angenehm zu fahren! In Turégano machte ich einen Zwischenstopp und gönnte mir ein gutes Fisch-basiertes Gericht in einem portugiesischen Restaurant, bevor ich bis nach Aranda de Duero weiterfuhr, einer relativ uninteressanten, aber grösseren Ortschaft auf dem Weg von Segovia nach Burgos.
Segovia – die Kathedrale ist beeindruckend und die Reitergruppe sieht aus wie aus einem Monumentalfilm 😀
Ich stelle beim lesen und schauen deines Blogs fest: Die Erde ist einfach wunderbar und sooo vielfältig!!!!