Am Donnerstagmorgen stand ich früh auf, da ich mir ein intensives Programm vorgenommen hatte: Ich wollte Madrid, die Hauptstadt Spaniens, an einem Tag besichtigen, dies einerseits, weil die Hotels teuer waren und ich wenig von der Stadt erwartete, aber vielmehr noch, weil ich Lust hatte, mich wieder einmal mit dem Fahrrad fortzubewegen. Irgendwann braucht man einfach einmal eine Pause von all den touristischen Aktivitäten und freut sich auf etwas “Normalität”! Zudem sind die Leute auf dem Land meistens viel freundlicher als Städter und das Essen viel leckerer (und günstiger), was beim Radfahren sehr gelegen kommt.
Ich ging also früh von meinem Hotel los, um den königlichen Palast in Madrid zu besuchen. Auf dem Weg zum Palast schaute ich mir noch die Plaza Mayor sowie einen ägyptischen Tempel an, welcher Ägypten Spanien anlässlich des Baus des Assuan-Staudamms geschenkt hat. Der Tempel war allerdings relativ klein und die Wartezeit in der Schlange hätte schätzungsweise eine Stunde in Anspruch genommen, weshalb ich die Besichtigung des Tempels ausliess.


Weiter spazierte ich zum königlichen Palast, in welchem der König auch heute noch zeitweise residiert. Leider durfte man in den meisten der sehr opulenten Zimmer nicht fotografieren, weshalb meine Foto-Auswahl nur sehr eingeschränkt ist.







Den Nachmittag verbrachte ich mit einem Spaziergang im weitläufigen Retiro-Park, der sozusagen das Pendant zum Central Park in New York ist.






À propos weitläufig: Nach dem Spaziergang durch den Retiro-Park verbrachte ich ca. 4 Stunden damit, die schier endlosen Hallen des Prado-Museums zu besuchen, was sich enorm lohnte! Leider durfte man keine Fotos machen. Für mich am eindrücklichsten war wohl der Teil zu Francisco de Goya, welcher eine enorme Breite an Stilen beherrschte und die Figuren aus meiner Sicht so lebensecht und ausdrucksstark porträtierte, dass man beinahe vermutet, sie bereits persönlich zu kennen. Um zu verstehen, was ich meine, muss man wohl am besten einmal das Prado-Museum selber besuchen.
Als ob die ca. 30’000 Schritte bisher noch nicht genug gewesen wären, schaute ich mir zum Abschluss des Tages noch das Reina-Sofia-Museum an (Eintritt nach 19h gratis), welches eine riesige Auswahl an (mich nicht sonderlich ansprecher) moderner Kunst in einem (mich ebenfalls nicht sonderlich ansprechenden) Jean-Nouvel-Gebäude beherbergt. Immerhin das berühmte Guernica-Bild von Picasso, welches den Krieg darstellen sollte, war interessant in echt zu sehen (allerdings durfte man auch hier nicht fotografieren).
Das war es! Ich hatte es geschafft, alle für mich interessanten Punkte in Madrid an einem Tag zu besichtigen und war bereit, nach 38’000 Schritten müde ins Bett zu fallen, um am nächsten Tag per Fahrrad in Richtung Segovia weiterzufahren.
Wow…
Da scheinst Du viel gesehen zu haben- und sicher bist Du nun auch im Norden Spaniens wieder “anklimatisiert”? Freue mich auf weitere Erzählungen! 🙋🏻♀️
Ja, ich habe mich sehr gut anklimatisiert, merci! Weitere Blog-Posts dazu kommen bald 🙂