Am Dienstagmorgen stand ich früh auf, um mein frühes Zeitfenster für die Besichtigung der Alhambra zu erwischen. Zur Alhambra muss ich hier wohl wenig schreiben, da die meisten das Gebäude, eine der touristischen Hauptattraktionen in Spanien, wohl bereits kennen. Zudem ist die Geschichte der Alhambra dermassen abwechslungsreich, spannend und vielfältig, dass ich ihr mit einer kurzen Beschreibung nicht gerecht werden könnte. Ich werde mich hier also mehr auf meine Erlebnisse und Fotos konzentrieren.

Um 9 Uhr stand ich in der Schlange für die berühmten Nasridenpaläste und freute mich enorm, als ich diese mit noch relativ wenigen Besuchern sehen konnte. In den Nasridenpalästen ist jeder Raum noch eindrücklicher als der vorherige und man kann sich kaum entschliessen, worauf man schauen will. Ich war beeindruckt und dankbar, nochmals auf dieser Reise allerfeinste islamische Geschichte zu sehen und damit vorerst meine Reise durch islamische Gebiete auf eine überaus würdige Weise abschliessen zu können. Zuerst musste ich noch eine kurze Wartezeit überbrücken, bevor ich in die Nasridenpaläste eintreten konnte.

Um 9.00 konnte ich dann pünktlich zum zweifrühest möglichen Zeitfenster die Nasridenpaläste besichtigen.

Mir fehlen die Worte, um meine Bewunderung für die Schönheit und Vollendung der Alhambra auszudrücken. Zudem ist es nicht einfach, die Finesse der Alhambra in Weitwinkel-Bildern angemessen darzustellen, daher untenan noch einige Aufnahmen von Details.

Details aus der Alhambra

Weiter ging es in die Gärten rund um den Palacio del Partal.

Auch die Gärten des Generalife sind sehr eindrücklich und bieten pittoreske Aussichten auf die Alhambra und die Stadt.

Nicht zuletzt fand ich besonders die Aussicht auf die Sierra-Nevada-Berge enorm eindrücklich. Für mich persönlich ist das ein gutes Schlussbild, denn letztendlich kommen die Inspirationen für grosse Kunst meistens aus der Natur, welche auch durch die höchste Kunst niemals rivalisiert werden kann.

Blick von der Alhambra aus in Richtung Sierra Nevada

Nach dem Besuch der Alhambra konnte und wollte ich nichts Weiteres am gleichen Tag aufnehmen und freute mich sehr auf einen entspannten Nachmittag. Am späteren Nachmittag fuhr ich per Bus zu José, dem Gitarrist vom Flamenco-Konzert am Montag. Im Studio seines Hauses kam ich in den Genuss einer unglaublich vielfältigen, zweistündigen Gitarrenlektion, in welcher er mir die Rhythmen und Harmonien verschiedener Flamenco-Gattungen (“palos”) wie beispielsweise Alegría, Tango oder Fandango, näherbrachte.

Voller musikalischer Inspirationen fuhr ich nach Granada zurück, wo ich meinen ehemaligen Kindheits-Freund Diego traf. Es freute mich unglaublich, Diego nach über 20 Jahren wiederzusehen und wir hatten einen grossartigen Abend, an dem wir uns enorm viel zu erzählen hatten! Es war kaum zu fassen, wie natürlich wir uns immer noch verstanden, dass wir unseren Humor teilten und in vieler Hinsicht “das Heu auf der selben Bühne” hatten (Schweizer Redensart). Wir hatten uns so viel zu erzählen, dass ich erst um ca. 1 Uhr nachts wieder von den vielen Erlebnissen erfüllt im Hotel ankam.

2 Responses

  1. JA die Alhambra wird von so vielen Dichtern und Musikern besungen und verdichtet- zu Recht! Etwas vom Schönsten finde ich! Wunderbar die Begegnung mit Diego. ich erinnere mich auch an Euch als Kinder.