Am Montagmorgen liess ich mein Fahrrad wie geplant im Hotel in Jaén, wo ich es in einem abgeschlossenen Lagerraum für einige Tage sicher einstellen durfte, und fuhr mit dem Bus nach Granada. Die Fahrt war relativ kurz (ca. 1 Stunde), pünktlich und angenehm, auch wenn ich persönlich sehr ungerne Bus fahre, da es mir jeweils schnell übel wird. Dies lag wohl auch an meinem etwas kurzen Schlaf, da ich in der Nacht auf Montag noch einige Dinge kurzfristig umplanen musste: So merkte ich, dass die Billette für die Alhambra für die nächsten zwei Wochen bereits vollständig ausgebucht waren. Trotzdem fand ich noch eine Lösung in Form der Granada-Card, welche mir zwar nicht am Montag, sondern am Dienstagmorgen und zu einem etwas höheren Preis Zugang zur Alhambra ermöglichte. Zudem fand ich heraus, dass der Zug nach Madrid, den ich ursprünglich am Dienstag nehmen wollte, ebenfalls bereits ausgebucht war, weshalb ich mich, kombiniert mit dem “Alhambra-Problem” schlicht für zwei Tage Granada entschied. 

Angekommen in Granada, war ich ziemlich ermüdet und gönnte mir erstmals einige Stunden Schlaf, bevor ich mir noch einige der Hauptsehenswürdigkeiten ausserhalb der Alhambra anschaute, nämlich die Kathedrale und die königliche Kapelle, welche in meiner Granada-Card inkludiert waren. 

Mein gemütliches Zimmer in Granada für 40€ / Nacht (Pension Boutique Gomerez Gallegos)

Nach dem Besuch der königlichen Kapelle schaute ich mir noch die Madrasa von Granada an, ein eindrückliches islamisches Gebäude, das kostenfrei besichtigt werden kann und an dem die meisten Touristen wohl einfach vorbeilaufen.

An dieser schönen Madrasa zogen die Touristenströme vorbei, so dass ich sie alleine besichtigen konnte.

Nach einer kurzen Pause im Hotel lief ich zuerst auf den bekannten Aussichtspunkt «Mirador de San Nicolas», um den Sonnenuntergang mit Aussicht auf die Alhambra zu geniessen.

Danach lief ich zu den “Cuevas”, den Höhlen von Granada, von welchen behauptet wird, der Flamenco sei darin entstanden (von Sevilla wird ähnliches gesagt). Leider schienen mir viele dieser Cuevas sehr touristisch, ganz hinten im Sacromonte fand ich dann aber doch noch eine Cueva, die mir gut gefiel. Ich genoss das Konzert im höhlenartigen Raum sehr, auch wenn das Konzert doch relativ touristisch war und die Stimmung niemals an diejenige in der Peña in Sevilla herankam. Mir gefiel insbesondere die Darbietung des Gitarristen sehr gut, so dass ich ihn nach dem Konzert ansprach und wir die Nummern austauschten für eine Gitarrenlektion am nächsten Tag, auf die ich ich mich riesig freute!

2 Responses

  1. Sehr schön! Es sollte wohl so sein, dass Du 2 Tage bleiben solltest- ich freu mich auf die Fortsetzung. Wo ist die schöne Kathedrale? Ich war dort leider nie. Das mit dem Mail auf deine Antwort hat leider nicht geklappt? Sei lieb gegrüßt Mam