Am Samstagmorgen wachte ich zufrieden und ausgeschlafen in meinem Traum-Hotel-Haus auf und erhielt das wohl leckerste Frühstück, das ich bisher auf der Reise hatte.

Das Frühstück im Hotel Ait Bou Izryane nahe Beni Mellal

Nach dem Frühstück diskutierte ich mit Ali über sein Hotel und fand heraus, dass die vielen Wand- und Decken-Dekorationen aus Dosen, Glas- und PET-Flaschen aus der Idee entstanden sind, den Abfall in den Bergen zu sammeln und an einem Ort zentral und sortenrein getrennt aufzubewahren. Eine sehr nachhaltige Idee, die, wie ich finde, gekonnt und ästhetisch umgesetzt ist! Der Abfall entlang der Strassen ist etwas von dem, was mich bisher auf meiner Reise am meisten gestört hat. Ich war richtig inspiriert und hätte Lust, einmal eine Abfall-Sammel-Reise nach Marokko zu organisieren, mit Besuchen in solchen künstlerischen Projekten sowie Sammelstellen.

Nach einem kurzen Besuch im Café Cota, welches ebenfalls von Ali mitgestaltet wurde, fuhr ich weiter in Richtung Fès, mit einem Abstecher an die Quelle des Flusses Oum Rabia, welche mir von Ali empfohlen wurde.

Auf dem Weg zur Quelle fuhr ich auf wunderschönen kleinen Strassen durch Zedernwälder und freute mich, dass nirgends Touristen, Kinder oder andere “Störfaktoren” anzutreffen waren. Die Quelle des Oum Rabia war tatsächlich sehr schön und für mich persönlich die bessere Variante des sehr touristischen Ouzoud-Wasserfalls. Die Touristen vor Ort waren mehrheitlich Marokkaner und die Verkäufer insgesamt unaufdringlich und angenehm.

Nach dem erholsamen Besuch am Oum Rabia ging es weiter durch schöne Zedernwälder. Leider waren entlang der Strasse bis nach Arou dann doch wieder viele zum Teil aufdringliche Kinder, auf die ich mit den üblichen Abwimmlungstechniken antwortete.

Ich übernachtete im Hotel “Nuits de Fès” ca. 10 Kilometer ausserhalb von Fès, welches preislich attraktiv und gut gelegen war, da ich am nächsten Morgen nur noch wenig Zeit hatte vor der Abgabe des Autos in Fès und deshalb bereits nahe von Fès übernachten wollte. 

Nach einem freundlichen Empfang und einem guten Abendessen traf ich im Hotel zwei Deutsche Reisende, Lucas (schreibt man Lucas oder Lukas? Er nennt sich ja Luke) und Sophie, die mit einem YouTube-Kanal über Motorradreisen offenbar in der ganzen Motorrad-Community bekannt sind. Die beiden waren unglaublich sympathisch und wir hatten super Gespräche über alle möglichen Themen, von philosophischen, organisatorischen, beruflichen bis hin zu persönlichen Dimensionen. Ich bewundere Lucas’ (siehe oben) und Sophies positiven, humorvollen und lockeren Stil und war sehr erfreut über das glückliche Treffen! Ich kann ihren Youtube-Kanal an dieser Stelle sehr empfehlen, beispielsweise dieses Video, welches ich auch hinsichtlich Radreisen passend finde.

Meine Route bisher ist in der Karte oben wie folgt dargestellt: