Am Samstag habe ich einen entspannenden Tag in Essaouira verbracht und habe nach dem Ausschlafen erstmal das himmlische Frühstück auf der Dachterrasse mit Blick auf das Meer genossen. Frisch gepresster Orangensaft, selbstgemachte Konfitüren, frisch gebackenes Brot, Chai… was will man Meer…pardon, mehr!
Gestärkt durch das Frühstück und gerüstet mit Tipps vom Betreiber des Hotels, Abdu, begab ich mich durch die Stadt. Essouira wird auch als «das marokkanische Saint-Malo» beschrieben, an welches es mich mit seinen hohen Steinfassaden und mit seinem maritimen Charme durchaus erinnert hat. Insgesamt eine sehr schöne, kleine Stadt mit vielen blau angemalten Fassaden und Fensterläden, aber auch einer guten Portion Kitsch und Tourismus.



Die 183 Kilometer des Vortags spürte ich ordentlich in den Beinen, also legte ich ab und zu eine Pause ein. Als ich mich auf eine Bank vor dem Fischmarkt setzte, gesellte sich spontan eine Dame hinzu. Als sie sich durch mein anfängliches, routiniertes “machsnisch, sukran” (etwa “ich brauche nichts, danke”) nicht abwimmeln liess, stellte sich heraus, dass sie lediglich Touristen suchte, um ihr Englisch zu trainieren. Sie war überaus freundlich und freute sich sehr über meine (wenn auch noch sehr beschränkten) Arabisch-Kenntnisse. Obschon die meisten Marokkaner, welche ich bisher getroffen habe, gut Französisch können, sprachen hier fast alle Arabisch untereinander. Durch das Sprechen der lokalen Sprache habe ich bisher bei allen Leuten, die mir begegnet sind, sofort viele Sympathiepunkte und einen Vertrauensvorschuss geerntet, sowie wohl ab und zu auch den Preis bezahlt, den sonst eher Ortsansässige bezahlen. Dazu gibt es zu wissen, dass sich Marokkanisch erheblich von Hocharabisch sowie von anderen Dialekten wie dem Ägyptisch-Arabisch unterscheidet. Ägyptisch-Arabisch wird zwar aufgrund der Populärkultur (Filme etc.) gut verstanden, ich verstehe Marokkanisch aber noch sehr schlecht. So bekam ich auch von der Dame neben mir einige nützliche Tipps, wie man auf Marokkanisch am Fischmarkt richtig verhandelt, inklusive Grundwortschatz, und worauf man sich achten sollte. Am Ende des Fischmarkts fand ich einen Stand, der nur einen Typ Fisch (Sardinen) verkaufte, und an dem nur Marokkaner einkauften. Das schien mir vertrauenserweckend, daher bestellte ich dort auf Marokkanisch und bekam gleich einen ganzen Sack voll Fische für lediglich 5 Dirham (ca. 50 Rappen).
Den Fisch kann man direkt auf der Holzkohle am Hafen grillieren lassen für den fixen Preis von 10 Dirham pro Grill-Gitter, danach kann man den Fisch mit etwas Brot direkt vor Ort essen.








Am Rest des Nachmittags habe ich mehrheitlich geschlafen, um meine Beine auszuruhen vor der nächsten grossen Etappe über 130 Kilometer mit 1000 Höhenmetern von Essouira nach Safi. Schlussendlich konnte ich den Aufenthalt in Essouira mit einem köstlichen Abendessen von Gastgeberin Hafida abrunden, welches sie ebenso gekonnt zubereitete wie präsentierte. Sie hat sogar ihren eigenen Youtube-Kanal, wo man ihre Rezepte nachkochen kann!



wow sooo herrlich dein Bericht! Und Machsniiisch kannst du gut anwenden, hilft es auf dem Märit? Tönt super mit dem Fischgrill, bin mega stolz auf dich. Sei herzlich gegrüsst, Alice
Ja, das hilft durchaus, bin froh um diesen Tipp!
Liebe Gruess und bis gli, Cyril
Son schön dein Bericht, der bei uns viele Erinnerungen weckt. Weiter gute Reise. Liebe Grüsse aus dem
sonnigen Sigriswil. Groro
Hi Cyril, it was nice meeting you on the road today. We like your photos. Wishing you tailwinds! You can find our blog on cycleblaze.com and look for racpat.
Racpat
Hi Rachel and Patrick
Thank you, it was very nice meeting you too and I have already read all of your interesting blog posts so far 🙂
Hope you will enjoy the spectacular landscape and the tailwinds the next days!
Best wishes,
Cyril
Lieber Cyril
Vielen Dank für diesen tollen Blog, da bekomm ich grad ziemlich Hunger – nach marokkanischem Essen, nach Velotouren, nach südlicher Sonne.
Gutes Weiterradeln!
Cordialen turicensischen Gruess
Philippe
bin zuspät, aber hier gibts ein schönes Riad: https://www.riadbaladin.com/